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Marc-Uwe Kling & die Gesellschaft gehen im Mai auf Deutschlandtour und stellen Ihr aktuelles Album vor

Marc-Uwe Kling & die Gesellschaft gehen auf Tour

 
 
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Marc-Uwe Kling geht mit der Gesellschaft auf Tour! Marc-Uwe schreibt fiese Ohrwürmer über die Liebe in den Zeiten der Cola, Terroristen mit Flugangst und Babys, die schon bei ihrer Geburt statt an einer Nabelschnur an einer Hörsprechgarnitur hängen. Das macht er sehr gut. Die Gesellschaft ist eine Punk-Band, die gezwungen wird Cha-Cha-Cha zu spielen. Manchmal spielt die Gesellschaft deswegen Bluegrass-Surf-Bossa-Rock’n’Roll-Funk-Pop. Das macht sie sehr gut. Wenn sie das mal nicht so gut macht, weist Marc-Uwe sie sofort zurecht. Da kann er schon mal sehr gesellschaftskritisch werden. Aber das ist nicht schlimm, weil die Gesellschaft hört dann einfach weg. 
Special Guest von Marc-Uwe Kling und der Gesellschaft ist Michael Krebs. Der kann sehr gut Klavier spielen und sehr gut singen, besonders seine eigenen Lieder. Die sind lustig, schmutzig und sehr gut. Aber sie finden keinen Platz in der von Marc-Uwe dominierten Gesellschaft. Deshalb tritt Michael Krebs als Parallelgesellschaft auf und singt sie alleine. Später wird er dafür von der Gesellschaft integriert und zum Sozialdienst am Background-keyboard verknackt.
Pressefotos, sein Soloprogramm „Es gibt noch Restkarten“ und andere Dinge finden sich auf www.michaelkrebs.de

Tourdaten:

23/05 Festsaal Kreuzberg, Berlin
24/05 Moritzbastei, Leipzig
25/05 Scheune, Dresden
26/05 Backstage, München
27/05 Rosenau, Stuttgart
28/05 Das Bett, Frankfurt am Main
29/05 Zakk, Düsseldorf
30/05 Übel & Gefährlich, Hamburg
31/05 Spartacus / freiLand, Potsdam 
Zur Person:
Marc-Uwe hat zweimal hintereinander die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften gewonnen, obwohl er keine Facebook Freunde hat. Er hat ein Soloprogramm gemacht namens „Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen“ und wurde dafür mit Kabarettpreisen beworfen. Er hat über seinen Mitbewohner, ein kommunistisches Känguru, ein kapitalismuskritisches Buch geschrieben, welches sich absurder Weise total gut verkauft hat. Auch hat er für die Kolumnen über das Känguru bei Radio Fritz 2010 den deutschen Radiopreis bekommen, allerdings gab es da kein Geld dafür. Jetzt macht er mit seiner Band „Die Gesellschaft“ Reformhauspunk und am Ende muss wieder der Steuerzahler für alles aufkommen. Hey. Ho. Let’s go.
  
„Marc-Uwe Kling und die Gesellschaft“
VÖ: 14.01.2011
Label: WortArt
Vertrieb: tonpool Medien GmbH
ISBN: 978-3-94108239-7
 
Kritik zum Album von Michael Sailer im „In München“ 
Frisch gepreßt: Marc-Uwe Kling & Die Gesellschaft „Marc-Uwe Kling & Die Gesellschaft“ (Wortart/Tonpool)
Man muß vorsichtig sein mit dem Ausdruck „Liedermacher“, darauf habe ich vor einiger Zeit anläßlich eines wunderbaren Albums von Jan Koch schon mal hingewiesen, damit man nicht jemanden voreilig und unverdient in der Schublade mit den Betroffenheitsclowns und den Idyllfuzzis verräumt. Marc-Uwe Kling ist so etwas wie das exakte und ideale Gegenstück zu Kochs genial-romantischer Poesie. Vor fünf Jahren noch schlich er bescheiden durch die Gegend, bezauberte auf Lesebühnen und überreichte Einzuweihenden eine selbstgebrannte CD mit „Politischen Liebesliedern“, die vieles ahnen ließen, was er jetzt doppelt und zehnfach bestätigt.
Der Kern der Klingschen Selbsteinschätzung steckt in dem zweieinhalbteiligen „Na Na Na Na“ bzw. „Na Na Na Na Na“ (bzw. „Intro“): „Ich kenne einen Polizisten, der zündet VW-Busse an/Ich kenne einen Chirurgen, der kein Blut sehen kann/Ich kenne eine Krankenschwester, die ist Hypochonder/Ich kenne eine Metalband, die steht auf Stevie Wonder …“ … so geht es weiter, mit mehlstauballergischen Bäckern, Schlachthofveganern, blindgesoffenen Fahrlehrern, Psychologen mit Kindheitstrauma Promis, die keine Sau kennt, Porschefahrer ohne kurzen Penis usw. usf – jeder Art von absurd-bizarren Verbindungen aus Mensch und Job … und mit Marc-Uwe, der noch nicht weiß, was in dieser Gesellschaftswelt aus ihm werden soll, nur: Er „will auf jeden Fall was ohne Menschen machen“. Die weiß der Kuckuck wie vielen Strophen kann man sich tausendmal anhöre! n und entdeckt jedesmal wieder ein feines Couplet, aber den Ohrwurmchorus, den wird man schon nach dem ersten Mal nicht mehr los, weil er so schlagend simpel und ewig ist, wie damals bei Blurs „Song 2“, durchaus tauglich für die Großbesetzung z. B. In der Nordkurve.
Früher hat sich Kling mit einem transparenten, hintersinnig ironisch-melancholischen Lächeln auf der Gitarre begleitet, allein, jetzt hat er nicht nur einfach Musiker dabei, sondern welche, die wirklich spielen können, eine richtig geile klassisch-moderne (Punk-)Rockband, die groovt und brettert und hinter ihm steht wie eine Wand aus Sturm, von der sich der Erzähler nicht überschwemmen, sondern tragen läßt wie ein Piratenschiff auf tobender See.
Dem Großteil der deutschen Liedermacher hat Marc-Uwe Kling zwei entscheidende Sachen voraus: Er klampft nicht einfach irgendwas zusammen, sondern schreibt – wiederum: richtig geile – Songs, die auch nicht besser wären, wenn sie zum Beispiel aus Kopf und Boxen der Sportfreunde Stiller kämen, und seine Texte sind auch nicht irgendein üblicher Lachsalven-Zinnober, sondern eine so hinreißende Kolloid-Emulsion aus albernem Quatsch, tiefem Witz, Weisheit und Coolness, daß man die seltsame Erfahrung macht, beim Mitgrölen nachzudenken und beim engagierten „Genau! Genau!“-Denken Lachkrämpfe zu kriegen. Der umwerfende Fetzer „Nichts funktioniert“ gehört in einer guten Welt als Frühlings- und Sommerhit an die Spitze der Charts, ebenso wie die rasend lustigen Countrynummern „Hörsprechgarnitur“ und „La La La Langweilig“, die an die sch&oum! l;nsten Witzmomente des großen Danny Dziuk erinnern (kennt noch jemand „Kebap“ und das epochale „Wie lang, wie lang“?). An anderen Stellen darf man gerne auch mal an den ebenfalls wunderbaren Toni Mahoni denken, wenn man alle drei als Cousins im Geiste versteht, mit Marc-Uwe als dem rotzfrechen Kleinen, der vom einen den feinen Humor (gröber), vom anderen den subtilen Weltschmerz (krasser) hat. Oder eben: von sich selbst, wie die anderen auch.
Sollen wir noch ein paar Höhepunkte aufzählen? Dann fangen wir am Schluß an, wo das erwähnte „La La La Langweilig“ in eine zwerchfellsprengend kommentierte Folge von Soli („Bitte kein Gitarrensolo! Der medizinische Fachausdruck für ein Gitarrensolo ist Tinnitus!“) mündet und das Album beinahe das erste mir bekannte seiner Art geworden wäre, das mit einem (geradezu „literarisch“ sarkastischen) Schlagzeugsolo endet, ehe sich der mäandernde Kreis mit einem kleinen Knopfdruck schließt. Und machen weiter mit der Prangerpredigt auf „Deutsche Touristen“, die sich noch über Gott erheben, weil der überall bloß ist, wo sie schon längst gewesen sind. Und mit dem furios befreienden „Scheißverein“, der universal anwendbaren Klage über den hyperpseudomodernen Service-Dienstleistungs-Wahn, der dazu geführt hat, da&s! zlig; nichts mehr funktioniert und man alles selbermachen muß. Und damit hören wir auf und empfehlen genau das, selbermachen. Nämlich: hören und schwärmen.


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