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Country Rock Festival in der Waldarena

Country
Rock Festival in der Waldarena
Schon seit Jahrzehnten
findet in Stadlberg bei Karlstift (Niederösterreich) einmal jährlich
im Juli ein mehrtägiges Country Rock Festival statt. Wir haben es
nun endlich geschafft, vom 27.-29.07.2012 dort hin zu fahren.
Schon die Anreise am
Donnerstag war ziemlich abenteuerlich. Bei der Abfahrt in Wien
herrschte noch brütende Hitze, doch das hat sich bei Stockerau
schnell geändert. Ein Wolkenbruch mit Hagel deckte unser Wohnmobil
zu, sodaß wir nicht mal einen Meter weit sahen. So schnell wie er
gekommen ist war der Spuk auch wieder vorbei. Das nächste Unwetter
ereilte uns in Irnfritz, die Ortschaft stand voll unter Wasser, die
Durchfahrt war unmöglich und daher gesperrt, wir wurden durch die
Feuerwehr großräumig umgeleitet. Endlich in Aigen im Thayatal
fanden wir einen „wassersicheren“ Stellplatz zum Übernachten.
Freitag, 27.07., strahlend
blauer Himmel als wir bei der Waldarena Stadlberg eintrafen. Nach
freundlicher Begrüßung durch den Vizepräsidenten Georg suchten wir
uns einen schönen Platz auf der Campingwiese – noch gehörte uns
diese ganz alleine (die Kühe waren ja schon übersiedelt). In der
Waldarena, liebevoll in einem kleinen Talkessel angelegt, wurde noch
fleißig gehämmert und gesägt. Die ganze Verwandtschaft und
Großfamilie hält hier offenbar die Tradition hoch.
Ohne Hinweise würden wir
diesen Platz wohl nie finden. Die nächste Ortschaft ist nur 1 km
entfernt und liegt bereits in Tschechien. Die Abgeschiedenheit wird
wohl am besten mit dem Ausspruch der hiesigen Anwohner beschrieben:
„Links ist Niederösterreich – rechts ist Tschechien – hier ist
Stadlberg“.
Nach und nach füllte sich
die Wiese mit vielen bekannten Persönlichkeiten aus: Gmunden,
Deutsch Wagram, Wien, Wöllersdorf, Weitra, Mödling, Krems,
Heidenreichstein … (wer kann die alle erraten?). Auch die Musiker
trafen ein zum Soundcheck. Und um 20 h ging es los mit der ersten
Band: „THE LEGENDARY DALTONS“ (A) mit zünftigem Rockabilly
(
www.legendarydaltons.com).
Nach ihnen folgte das erste Set von „THE RAILROAD COMPANY“ (A)
(
www.railroadcompanie.at).
Sie boten mit bekannten Country-Coversongs und Eigenkompositionen ein
gutes Kontrastprogramm zur ersten Band. In ihrem zweiten Set ging
Wolfgang sogar mit der Fiddle ins Publikum und spielte dort das
hebräische Volkslied „Hava Nagila“. Die beiden Bands wechselten
einander ab, das Publikum war gut drauf und sehr tanzfreudig. Zu
fortgeschrittener Stunde beehrte auch eine „männliche
Polterpartie“ das Fest. Um ½ 2 morgens war der Himmel sternenklar,
aber die Luft sehr feucht – ob das wohl gut geht?
Samstag, 28.07.,
schrecklich heiß. Um 17 h traf die erste Band aus Ungarn ein:
„MIDNIGHT SPECIAL“ (
www.elizamusic.eu)
und mit ihnen das Gewitter, und dieser Regen hielt stundenlang an.
But show must go on! Am Start auf der Hauptbühne „NASHVILLE“ (A)
(
www.nashville-band.at),
nach ihnen ein Set mit „KIM CARSON“ (USA) (
www.kimcarson.com),
dann wieder „NASHVILLE“. Sie wurden abgelöst von „JAMES LANN
BAND“ (USA) (
www.jameslann.com)
und noch einmal „NASHVILLE“.
KIM CARSON“ ist
spezialisiert auf Honky Tonk Music. Leider konnte sie aufgrund des
großen finsteren Zwischenraums (Tanzfläche) und den regengeschützt
unter Dächern und Bäumen stehenden Zuhörern keinen Kontakt
herstellen sodaß ihr Auftritt ohne Verabschiedung ein apruptes Ende
fand.
Anders bei „JAMES LANN“
der sich nicht über fehlendes Publikumsinteresse beklagen konnte
denn er hatte Glück, da inzwischen der Regen aufgehört hatte. Er
und seine Band spielten flott und gleichzeitig stimmig ein gut
gemischtes Programm aus Honky Tonk, New Country und
Eigenkompositionen. Drei Balladen spielte er solo und begleitete sich
selbst auf der Gitarre- sehr gute Stimme – sehr harmonisch.
Inzwischen hatte
zeitgleich ab 22 h im Saloon die Musik mit der Band „ROB RYAN ROAD
SHOW“ (USA/D) (
http://robryanroadshow.berlin-rockabilly.de/rrr)
begonnen, sie wechselte sich ab mit „MIDNIGHT SPECIAL“ (H). Ging
es auf der Hauptbühne eher konzertant und gemütlich zu, glich der
Saloon bald einem Hexenkessel. Alle Musiker beider Bands liefen zur
Höchstform auf, besonders Rob und sein temperamentvoller Gitarrist.
Als Rob pausieren musste stürmte er einmal zu James Lann auf die
große Bühne und sang in spontaner Action einen Song mit ihm mit.
Ebenso besuchte James Lann nach seinem Set den Saloon und jammte hier
bei Rob mit. Das war ein Geben und Nehmen und fand erst um ½ 4 h
morgens ein Ende.
Die letzten Musiker an der
Arbeit war das Duo „MUSIC REBELS“ in der Whiskey-Bar

(http://musicrebels.at).
Trotz Wettereskapaden und dadurch leider etwas weniger Besucher war
es ein sehr erbauliches schönes Festival und ist jedem zu empfehlen.
Freundliche Menschen, gutes Essen und es stimmt auch das
Preis-Leistungsverhältnis. Und vor allem: Gute Musik und für jeden
Geschmack was dabei.
Text und Fotos: Eliza
(Fachbereichsleiter
www.acmf.at)
und Franz

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