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CD Vorstellung: Jack Spann – Beautiful Man From Mars

Jack Spann – Beautiful Man
From Mars



1. Beautiful Man From Mars

2. Time

3. Lies

4. She Makes Pornography On
The Weekend

5. Songman

6. Fear Or Loyalty

7. Deep Inside

8. I’m A Bird

9. Snooty Acres

10. Mars In Twilight

11. Just Another Version Of
You

12. Jack Around

13. Man From Mars

Jack Spann (eigentlich Jon
Rosen) startete seine Musikkarriere wie viele junge Künstler: Tagsüber
Collegestudent (in St. Louis), abends Auftritte in örtlichen Bars.

Er schloß sich der lokalen
Band „Vitamin A“ an, ehe er den ganz großen Sprung nach New York wagte, wo er
es, neben seiner Tätigkeit als Studiomusiker und Liveauftritten sogar zu
Theaterruhm brachte – etwa mit der Show „War Horse „ im Lincoln Center Theatre,
oder der „Hank Williams Story“ im Little Schubert Theatre.

Der vielseitige Pianist und
Multi-Instrumentalist legte im letzten Jahr mit „Time, Time, Time, Time, Time“
sein erstes Soloalbum vor, das Nachfolgewerk aus 2017 trägt den Titel „Beautiful
Man From Mars“.

Sein Erstlingswerk
beschreibt der Künstler selbst als „emotional, leidenschaftlich, geerdet und
teilweise düster“.  Auch das neue Album
durchzieht eine emotionale und teilweise leicht düstere Stimmung. Beim
Titel„The Beautiful Man From Mars“ kommen spontan Assoziationen an David Bowies
Lied „Life On Mars“ und diese Verbindung ist nicht ganz abwegig, denn Sparr
lernte in seiner nun schon 16 Jahre währenden New Yorker Zeit den
Bowieproduzenten Tony Visconti kennen, für den er Demos zum letzten Album von
David aufnahm.

Titel wie das ein
Doppelleben thematisierende„She makes pornography on the weekend“ oder „Fear Or
Loyality“ (über das allseits bekannte „Hamsterrad“, in dem sich die Meisten von
uns befinden) sind gewiß keine leichte Kost, andere Stücke wie „Songman“ oder
„I’m A Bird“ verbreiten jedoch eine heiter-beschwingte Stimmung. „Snooty Acres“
klingt wie einem Musical aus längst vergangenen Zeiten entsprungen und sticht
musikalisch aus dem Rest hervor, ebenso zeitlich zurückversetzt wird man beim
swingenden „Just Another Version Of You“.

Der letzte rein
instrumentale Titel „Man From Mars“ nimmt die Melodie des Eingangsstückes noch
einmal auf und rundet das Album ab.

Jack Sparr ist ein
Perfektionist, der oft Stunden um Stunden an Songelementen feilt, ehe diese
seiner Vorstellung entsprechen und die von ihm gewünschte Emotionalität
transportieren. So klingt das Album auch perfekt arrangiert und produziert, die
wenigsten Titel dürften jedoch mit dem Massengeschmack kompatibel sein, am
ehesten vielleicht „Deep Inside“.

Abseits des Mainstreams
wandelnd, dürfte es Jack Spann schwerfallen, aus einem künstlerischen
Nischendasein auszubrechen.


Alexander Schulz-Luckenbach
für Country Music News International


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