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CD Besprechung: Joni Harms live – From Oregon to Ireland – von Peter Wroblewski für Country Music News International

Joni
Harms live – From Oregon to Ireland

2014
– Harms Way Music

Am 16. Juli
2016 gastierte Joni Harms zusammen mit ihrer Tochter Olivia auf
Einladung der Country & Western Friends Koetz 1982 e.V. erstmals
zu drei Konzerten in Süddeutsch-land. Im Gepäck hatte die
Amerikanerin damals auch die aktuelle Live-Doppel-CD „From Oregon
to Ireland“, welches die Sängerin aus Canby, Oregon mit der
Sheerin Family Band in Irland aufgenommen hatte. Ein bestens
gelungenes Album, welches dem Vergleich mit US-Produktionen locker
standhält. Vielmehr noch, die Produzenten des kommerziellen
Nashville, sollten sich diese exzellente Produktion mal anhören –
This is real Country Music!

Zu ihren musikalische Einflüsse zählt
sie u.a. Emmylou Harris, Dolly Parton, George Jones und Merle
Haggard. Joni liebt es, über Rodeos, Cowboys und das Leben auf
einer Ranch zu schreiben und ihre Balladen erzählen oft wunderschöne
Geschichten. „Ich liebe es, wenn mir jemand sagt, dass ein Lied von
mir sie berührt oder ihnen durch eine schwierige Situation geholfen
hat. Auch Jonis charakteristischer Cowboyhut und ihre Stiefel
sind in der Tat mehr als ein Mode-Statement. Mit ihrer Familie lebt
sie auf einer Ranch in Oregon, welche 1872 von ihrem Urgroßvater
gegründet und erbaut wurde. Joni sagt: “Dieser Ort hat
viele meiner Songs inspiriert und ich denke, sie repräsentieren
wirklich, wer ich bin und was mir wichtig ist.”

Der
Livemitschnitt des Konzertes mit der Sheerin Family Band im Tuar Ard
Theate Moate am 2. Juli 2013 zählt für mich zu einem der besten
Livealben der letzten Jahre überhaupt. Es ist ein herzliches und gut
klingendes Livekonzert bei der auch die Sheerin Family Band voll
überzeugt. Schon beim opener „After All“ spürt der Hörer
sofort, was ihn erwartet: gute, bodenständige Country Music, ohne
popige oder rockige Einflüsse, perfekt gespielt von irischen
Musikerinnen und Musikern. Das Thema „Country & Western“
zieht sich durch das ganze Album und die 22 Titel zeigen einen
Querschnitt an Songs, die Joni Harms seit ihrem Karrierestart selbst
oder mit Co-Writern wie „Hobo Jim“ Varsos, Roger Murrah oder
anderen geschrieben hat. Nashville hat damals diese „echte Perle“
der Country Music leider nicht erkannt bzw. unterschätzt, nur weil
sie in Oregon und nicht in Tennessee lebte. Aber als ehemalige
Rodeoreiterin und Geschäftsfrau war Joni harte Bandagen gewöhnt
und ist unbeirrt ihren Weg gegangen und davon zeugen inzwischen mehr
als ein Dutzend wunderbare Alben. Jeder, der gute Country &
Western Music mag, kommt an Joni Harms nicht vorbei. So eignet sich
der musikalische Genuss dieses Livealbums als idealer Einstieg nicht
nur für hard core Country Fans. Mit Titeln wie „Let’s put the
Western back to Country“, „Harms Way“, „Two Steppin’ Texas
Blue“, „Cowboy Up“ oder „We work it out“ hat dieser
Livemitschnitt alles, was das Countryherz erfreut: Westernballaden
und Western Swing wechseln mit klassischen Honky Tonk Klängen und
bei „Louisiana Hot Sauce“ kommt noch eine Prise „Cajun“
dazu. „Catalog Dreams“ ist eines von vielen Liedern, das Joni
zusammen mit Alaska’s „Hobo Jim“ geschrieben hat . Beim
Titelsong „From Oregon to Ireland“ kommen natürlich irische
Einflüsse zur Geltung und mit „I want to sing for you“ bedankt
sich Joni bei ihren Begleitmusikern und dem begeisterten Publikum.
Joni Harms überzeugt einmal mehr mit ihrer angenehmen Stimme und
ihrem professionellen Entertainment und die Sheerin Family Band
zeigt, dass in Irland hervorragende Country Music gespielt wird und
sie dem Vergleich mit amerikanischen Bands locker standhält. Für
2021 ist eine gemeinsame Europatournee in Planung, welche Joni Harms
und die Sheerin Family Band hoffentlich auch nach Deutschland führt.
(Peter Wroblewski für Country Music News International)

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