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7 Wochen unterwegs in Sachen Country Music

Wie immer begleitete uns
auch dieses Jahr im Urlaub Musik verschiedener Genres. Zum Auftakt,
und da es so schön am Weg zu unserem geplanten Urlaubsziel lag,
besuchten wir am 06.09.2014 den Countryabend im
Ghost
City
Saloon in
Haag/Hausruck
(www.country-freunde-haag.at).
Eröffnet wurde er von der Band
Dado Eldorado
aus Wien/NÖ (www.dado-eldorado.at).
An der
Fiddle
Wolfgang Schanik,
Drums
Harald Annerl, Bass Gerald Jelesitz und natürlich der Bandleader und
Leadsänger Dado. Gemeinsam spielten sie als Vorgruppe viele bekannte
Coversongs und gute Musik für die Linedancer, z. B. Pinã Colada,
Mercury Blues, Don’t Rock The Jukebox usw.
In der Umbaupause wurde
ein interessantes Musikvideo gezeigt welches Jimmy Hirsch zur
Verfügung gestellt hatte. Anschließend dann der sehnlichst
erwartete Hauptakt,
Willie Jones & Band
(www.williejonesband.com).
7 Musiker drängten sich auf der fast zu kleinen Bühne. Willie
Jones stammt aus den USA, lebt aber derzeit in Deutschland, seine
Band kommt aus der Slowakei. Mit Bass, Akustikgitarre, Drums, Banjo,
E-Gitarre und Gesang von Willie und den beiden Mädchen, Tatiana und
Soňa, boten sie uns bis Mitternacht eine gute Mischung von
Bluegrass, Traditionals und sehr vielen Eigenkompositionen. Sogar
Jodeln konnten die Mädchen. Willie Jones hatte auch zwei
verschiedene CDs im Gepäck die weg gingen wie warme Semmeln („Take
Me As I Am“ und „River Road“).
    Last but not least –
    die anschließende Jam-Session in kleiner Runde ließ die Nacht lang
    werden. Für uns jedoch kein Problem, denn wir hatten nun einige
    Tage Zeit das nächste Fest zu erreichen. Gemütlich fuhren Franz
    und ich mit unserem Wohnmobil nach Norden und kamen am Donnerstag in
    Grafhorst, in
    der Nähe von Wolfsburg in Deutschland, an. Das Veranstaltungszelt
    wurde gerade noch fleißig aufgebaut und innen dekoriert. Auf der
    Campwiese dahinter standen bereits etliche Wohnwagen und dort trafen
    wir Bekannte vom letzten Jahr, die >Despe Valley Dancers<.
    Von Freitag,
    12.09. bis Sonntag, 14.09.2014
    fand in
    Grafhorst das jährliche Country-Festival
    (
    www.country-festival-grafhorst.de)
    statt. Westernstände, Kinderprogramm, Westernreiten, Linedance
    Workshop sowie Livebands an allen drei Tagen wurde geboten. Bisher
    fand das Fest immer in Danndorf, 3 km entfernt, statt. Da der Verein
    sich aufgelöst bzw. von der Organisation des Festes zurückgezogen
    hatte, übernahm das nun ein professioneller Veranstalter und
    Zeltverleiher. Lediglich die Musik wurde von Mitarbeitern eines
    anderen Country Vereins ausgesucht.
    Freitag, 12.09.,
    begann also um 20 h die Veranstaltung mit
    einer Band aus Berlin die bereits 30 Jahre Bühnenerfahrung
    aufweisen kann:
    The Mountaineers
    (www.mountaineers.de)
    standen mit 5 Mann auf der Bühne mit Pedal Steel, E-Gitarre, Bass,
    Akust. Git., Drums und Gesang und unterhielten uns bis Mitternacht
    mit bekannten ( >Good

    hearted woman
    <, >San Antonio Rose<,
    >Lukenbach Texas<, >Sweet Home Alabama< usw.) und auch
    selten gespielten Songs (>Mamas

    don’t
    let your Babys
    grow
    up to be cowboys<). Die
    Linedancer hatten ihre Freude, zwei Zugaben waren auch noch drin und
    >My Rifle, My Pony and Me< war ein wohltuender Ausklang. Die
    Akustik im Zelt war jedenfalls sehr gut denn man hatte genügend
    Stoff-Dekorationen angebracht.
    Samstag, 13.09.,
    fand bereits um 11:30 h der Linedance Workshop im Zelt statt,
    anschließend gab es Kaffee und Kuchen und im Freien unterhielt das
    Duo
    Country Road Boys aus
    Halle
    (www.countryroadboys.de)
    in erster Linie wieder die Linedancer. Vor dem Abendprogramm
    marschierten die Hobbyisten in schöner Kleidung und einer Menge
    Fahnenträger ein, sogar mit den Pferden ritten sie in das Zelt. Das
    Duo
    Walkin’ Shoes
    (
    www.walkin-shoes.de)
    machte danach 2 Stunden den Vorspann – es wäre besser gewesen,
    deren Darbietung zu kürzen und dafür die anschließende Band aus
    den Niederlanden viel früher auf die Bühne zu lassen. Viele
    Besucher verließen in diesen überlangen zwei Stunden das Zelt.
    Echt schade.
Hauptakt war dann
Jannet Bodewes & Countryline
(www.jannetmusic.nl).
Jannet sang und wurde von 5 Musikern begleitet an Keyboard, Drum,
Bass, E-Gitarre und Steelgitarre. Ausgereift und harmonisch brachten
sie u. a. >Wagon Wheel<, >I feel lucky<, >Redneck
Girl< u. a., Jannet hatte auch genau die richtige Stimme für
Songs wie >Rosegarden< und >Calm after the storm<. Bei
Jannet gefiel mir das Lied „Calm after the storm“ obwohl es ein
wenig gewöhnungsbedürftig ist. Der Vortrag desselben vom Duo gefiel
mir jedoch nicht. Die CD „Hank and Patsy’s Ghost“ mitzunehmen
war für mich Pflicht.
    Sonntag, 14.09. haben
    wir die Zelte abgebrochen ohne den Frühschoppen zu besuchen. Diese
    Veranstaltung war für unseren Geschmack zu kommerziell
    ausgerichtet, wie ein Zeltfest. Die Gastronomie ließ ebenfalls sehr
    zu wünschen übrig, sowohl geschmacklich als auch vom Angebot.
    Nicht nur wir, auch viele andere Besucher fuhren enttäuscht weiter.
    Nach einigen Stopps in
    Frankreich bestiegen wir am 18.09. in der Früh die Fähre
    Calais-Dover. In England ging es mit Musik ungeplanterweise und
    zufällig gleich wieder weiter denn am nächsten Tag besuchten wir
    das Pub
    The Hope Inn in
    Newhaven, wo
    Crooked Rooks
    (
    http://thecrookedrooks.com),
    ein Acoustic Trio, mit Gesang, Gitarre und Cajon auftrat. Zu hören
    gab es Coversongs von Nirvana, Metallica, Kylie Minogue u. a. Das
    Pub war gut besucht und die Gäste sangen fleißig mit.
    Samstag verließen wir
    die Küste und das schöne Sommerwetter (32° im Schatten) denn der
    Hochnebel begleitete uns nun bis zu unserem nächstes Ziel in
    Southampton
    (http://solentmodelrailwaygroup.webs.com)
    zur EUROTRACK-Modellbaumesse. Wir waren hierher eingeladen als
    Repräsentanten des österreichischen Modellbahnvereins BK1951
    (
    www.bk1951wien.at).
    Hier verbrachten wir zwei schöne Tage unter lieben Freunden,
    gekrönt von einem tollen Gala Dinner Samstag Abend.
    Auf der Weiterfahrt
    besuchten wir die wunderschöne Kathedrale von Salesbury, White
    Horses on the Hills, Steinkreise in den Midlands, fuhren durch den
    Peak District National
    Park. Inzwischen hatten wir uns auch an die Super-Single-Roads
    gewöhnt und das LINKS-Fahren.
    Das Hauptziel unserer
    Reise hieß ja Schottland. Und dort kamen wir am Donnerstag, den
    25.09. in
    Moniaive (in
    der Nähe von Dumfries) an. Vom 26. – 28.09. fand hier in
    The
    Glencairn Memorial Institute
    das 6.
    Moniaive Michaelmas Bluegrass Festival
    (www.moniaivebluegrass.co.uk)
    statt. Mit dieser Veranstaltung hatte ich nicht gerechnet, das war
    eine Überraschung meines Mannes für mich. Wir wurden auf der
    Campingwiese sehr herzlich empfangen und hilfreich unterstützt,
    damit wir wenigstens für den Freitag noch Tickets bekamen, denn das
    Festival war schon seit Monaten ausverkauft. Wir hatten wirklich
    großes Glück.
    Donnerstagabend war
    bereits Jam-Session im Pub.
    Freitag,
    26.09. begann das Konzert um 19:30 h, vier Bands waren angesagt und
    trotzdem dauerte es nur bis 23:30 h.
  1. Dalebilly
    (www.167124.mrsite.com/index.htm)
    aus England: 5 Musiker mit Banjo, Gitarren, Kontrabass, Mandoline,
    Dobro und abwechselndem Gesang. Zehn Titel, schöne langsame Lieder
    mit sehr guten Stimmen und dann wieder rasend schnelle traditionelle
    Stücke mit vielen Solis (>Walking after midnight<, >Oh
    Carolina<, usw.).
  2. The Mairs Family
    Band
    (www.facebook.com/pages/The-Mairs-Family-Band/436234686394917?sk=timeline)
    aus Schottland: 4 Musiker mit Dobro, Kontrabass, Gitarre, Banjo,
    Mandoline und abwechselndem Gesang. Sehr flott und traditionell
    (>Last night my memory was burning<, >Jimmy Brown<,
    >Rocktop<), einige schöne Gospelsongs, dreistimmig und auch a

    capella
    (>Hey John<) und ein mit
    sehr hoher Stimme vom Bandleader vorgetragener Jodler.
  3. The Carpenter &
    May Band
    (www.carpenterandmay.com)
    aus Tennessee: 4 Musiker mit Mandoline, Banjo, Fiddle, Gitarre,
    Kontrabass und abwechselndem Gesang: >Sitting on top of the
    world<, dann etwas Swing und irische Töne, >Banks of the
    Ohio<, >If You’re ever in Oklahoma<, >Nine pound
    hammer<, >Devils Dream<, alles in einem Wahnsinnstempo. Der
    Mandolinspieler sang mit der genau passenden Stimme >Little
    Birdie<. Die Band bekam während des Spiels Szenenapplaus, beim
    letzten Fiddle-Traditional klatschten alle begeistert mit und zum
    ersten Mal an dem Abend wurde Zugabe gefordert.
  4. The
    Whitetop Mountain Band
    (http://whitetopmountainband.tripod.com)
    aus Virginia: 5 Musiker
    mit Mandoline, Gitarre, Kontrabass, Fiddle, Banjo (das spielte die
    Mutter). Sie sind eine der bekanntesten Tanzbands der

    Appalachian
    Mountains und das bekamen
    unsere Füße zu spüren. Da ging die Post ab und das Publikum tobte
    und tanzte, ich natürlich auch. Wer konnte denn da noch still
    sitzen oder stehen bleiben! Sie sangen auch ein sehr schönes Duett
    (>Echoes of the Blue Ridge<) und Blues und Jodler (>Roosters
    Crowing
    lues<)
    doch die meisten Stücke waren einfach mitreißend schnell, auch die
    Zugabe.
    Ein wunderschöner Abend
    war vorbei, nein, noch nicht ganz, denn anschließend
    wurde fleißig weiter
    gejammt im Pub nebenan. Das war das Richtige, um die Nacht
    ausklingen zu lassen. Schade jedoch, dass ich keine CDs mitnehmen
    konnte, da der offizielle Verkauf – aus welchem Grund auch immer –
    erst am nächsten Abend stattfinden sollte und da waren wir ja schon
    wieder auf Achse.
    Nach diesen vielen
    verschiedenen musikalischen Eindrücken und guten Erfahrungen mit
    lieben und freundlichen Menschen hatten wir nun Zeit und Muße, die
    geplante Urlaubsreise durch Schottland zu genießen. Wunderschöne
    Landschaften, Ruhe und viel Natur in den Highlands, ausgedehnte
    Gewässer wie z. B. Loch Lomond. Eine Fahrt auf den Ben Nevis mit
    der Seilbahn wurde mit einem phantastischen Rundblick belohnt. In
    der Glen Grant Distillery erlebten wir eine sehr persönliche
    Führung. Firma Baxters, ein Spezialist für Suppen, wurde
    aufgesucht. Auch ein für seine Haggis (schottische Spezialität!)
    berühmter Fleischhauer in Fochabers durfte nicht fehlen sowie
    WALKERS Shortbread. Zurück ging es über Berwick-Upon-Tweed,
    Peterborough, großräumig vorbei an London und am 07.10. bestiegen
    wir wieder die Fähre in Dover und haben uns bei Blitz, Donner und
    Hagel von England verabschiedet.
    Nächste Station in
    Frankreich hieß
    St. Amand-les-Eaux.
    Hier steht in wunderschöner Belfried, verschnörkelt und weiß.
    Nach den Wetterkapriolen der letzten Tage, wobei unser Auto ganz
    schön durchgeschüttelt worden war, hatten wir hier nun totale
    Windstille. In
    Binche
    (Belgien) sahen wir das Internationale Karnevalmuseum. In Belgien
    wurden wir auch wieder durchgerüttelt, allerdings diesmal von den
    schlechten Straßen. Wieder in Frankreich wurde es immer wärmer,
    daher blieben wir vier Nächte in
    Stenay,
    ein Ort wo wir schon richtig zuhause sind, so oft haben wir den
    bereits aufgesucht auf unseren Reisen. Stenay ist bekannt für sein
    Internationales Biermuseum.
    Da wir noch ein wenig
    Zeit hatten für die Heimreise, besuchten wir auch in Deutschland
    einige Städte die schon lange auf unserem Plan standen. Als erstes
    kam
    Trier an
    die Reihe, wir übernachteten in einem Weingut und waren total
    überrascht, ausgerechnet hier schottische Hochlandrinder
    anzutreffen – in Schottland selbst haben wir sie vergeblich
    gesucht. Was wir hier jedoch vermißten das war die kommunikative
    offene und echte Freundlichkeit der Schotten und Franzosen, denn in
    Deutschland begegneten uns durchwegs mürrische und schlechtgelaunte
    Menschen. Trier selbst gefiel uns jedoch sehr gut, eine interessante
    Stadt mit vielen Bauten aus der Römerzeit.
    Nächster Stopp:
    Bendorf-Sayn
    eine Stadt die von ihrem Schmetterlings-Zoo lebt, auf allen Häusern
    wird man auch durch Malereien darauf hingewiesen.
    Danach kam Wuppertal
    – hier gab es wieder etwas Interessantes, nämlich die
    Schwebebahn, sie ist auf den Schienen aufgehängt und fährt über
    unseren Köpfen durch die Stadt, genau oberhalb des Fußlaufs.
    Lustig!
    Nördlingen
    und
    Neuburg/Donau
    – das waren zwei Kirtagsfeste an einem Tag. Doch danach ging es
    Richtung Heimat, wo wir am 21.10. wohlbehalten in Wien eintrafen.
    Text + Fotos:
    Elisabeth und Franz Kölbl für Country Music News International

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