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1. THOS HENLEY “THOS HENLEY (A COLLECTION OF EARLY RECORDINGS)” ERSCHEINT AM 29.4.2011

1. THOS HENLEY “THOS HENLEY (A COLLECTION OF EARLY RECORDINGS)” ERSCHEINT AM 29.4.2011


Das Video zum schwelgerischen “Keeper Of My Breath” kann man sich bereits hier angucken:


Thos Henley wuchs in Südengland in dem kleinen Dorf Netley (Southampton) auf. Doch anstatt sich wie seine Altersgenossen mit Skateboard und Spielekonsole durch den Provinzalltag zu daddeln, beschäftigte sich der Knabe viel lieber mit alter Musik und verstaubter Reiseliteratur über ferne Bräuche und Länder. Inspiriert durch Lord Byron und Patrick Leigh Fermor verließ Thos Henley schließlich vor einiger Zeit seine englische Heimat, um als wandernder Musiker die Orte zu besuchen, deren Namen und Beschreibungen ihn seit seiner Kindheit so schwer beeindruckt hatten. Im Gepäck: wenig mehr als sein britischer Charme und eine krumme akustische Folk-Gitarre, ganz nah dem vielbeschworenen romantischen Ideal.
Logische Konsequenz war, dass er in der Folge lernen musste, sich von einer Dose Sardinen am Tag zu ernähren. Das liegt jedoch nicht an fehlendem Talent, sondern an der Zeit, in der er lebt. Thos Henley gehört nicht in die Fußgängerzone, in der er sich heutzutage herumquälen müsste. Damals bei Hofe wäre er für seine Dienste reich entlohnt worden, ist Thos Henley doch jemand, der einen Herrscher in geselliger Runde geistvoll unterhalten kann und kurz darauf dessen Gemahlin zärtlich in den Schlaf singt. Ein letzter großer Romantiker. Jemand dessen Liebe die Weite des Landes, die Freiheit der Straße und die Freundschaften, die man dort knüpft, umschließt und mit einer beinahe unheimlichen Eleganz in seine Musik hinüberführt. Man mag kaum glauben, dass die Aufnahmen seines selbstbetitelten Debütalbums zwischen seinem 20. und 23. Lebensjahr entstanden sind. Sie klingen so altmodisch wie zeitlos und dabei viel britischer, als der Künstler selbst das je von sich behaupten würde.  
In den letzten beiden Jahren hat Thos Henley größtenteils zu Fuß Frankreich, Griechenland und Schweden bereist. Dazwischen hat er in einer WG-Küche in Paris gelebt und jedes Konzert gespielt, dass man ihm angeboten hat. Er plant, demnächst nach Montenegro umzusiedeln, wo alles wärmer und billiger ist. Als Plattenlabel kann man ihm nur folgen und die Aufnahmen sammeln, die er an den verschiedenen Orten hinterlässt. Aufnahmen, in denen Orte und die Musiker, die dort leben, hörbar werden, dabei jedoch nie die Einzigartigkeit und Größe dieses schmalen und jungen Reisenden überdecken. 
Die Veröffentlichung ist eine Koproduktion mit dem französischen Label Les Boutiques Sonores Records und den Briten von Tape Club Records. 

Weitere Infos: 

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