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The Cranberries Something Else VÖ: 28.04.2017

The Cranberries
Something Else
VÖ: 28.04.2017
BMG Rights / Warner
Als
Limerick 2014 zur ersten Kulturstadt Irlands gekürt wurde, lag es nahe,
dass die Verantwortlichen die berühmteste Tochter der Stadt um ein
besonderes Konzert baten. Und so stand Dolores O’Riordon, Sängerin der
Cranberries, am Silvesterabend gemeinsam mit einem Quartett des Irish
Chamber Orchestra auf der extra errichteten Bühne vor der Stadthalle.
Sie sang nicht nur ein eigenes Stück, sondern auch drei weitere Songs
ihrer Band. „Es war eine wunderschöne Nacht.“, erinnert sie sich. An
jenem Abend erinnerte sich die Frontfrau plötzlich daran, dass ein sehr
wichtiger Geburtstag bevorstand: das 25-jährige Bandjubiläum im Jahr
2015.

The Cranberries gelten als eine der bedeutendsten Bands der 90er Jahre.
Neben Künstlern wie The Sundays Reading (Writing And Arithmetic), 10.000
Maniacs (In My Tribe) und Alanis Morissette (Jagged Little Pill)
repräsentierten sie eine neue Form unwiderstehlicher Weiblichkeit.
Schnell schlugen sie die Brücke zwischen Indie-Ästhetik und unerwartetem
weltweiten Erfolg.
Die irische Band hatte eine ganze Generation sowie deren Kultur geprägt:
ihre Songs untermalten die Werbung hochpreisiger Automarken, waren auf
dem Soundtrack zum Hollywood-Film Mission: Impossible zu hören und
gelten bis heute als zeitlose Klassiker der Radiolandschaft. Durch die
sanfte Wut in Dolores Stimme sind sie unmittelbar zu erkennen.

Ihre ersten vier Alben vier Alben Everybody Else Is Doing It So Why Can’t I, No Need to Argue, To The Faithful Departed und Bury The Hatchet
verkauften sich bislang über 40 Millionen Mal. In den USA feierten sie
in kürzester Zeit ähnliche Erfolge wie ihre irischen Kollegen von U2
oder Sinead O’Connor.

Mit gerade einmal 18 Jahren wurde Dolores O’Riordon zur Frontfrau der
Cranberries. Irland hatte sie bis dahin nur ein einziges Mal verlassen,
um ihre ältere Schwester in London zu besuchen. „Damals war ich noch ein
Kind, eine unbedarfte 18-jährige auf dem Stand einer 15-jährigen.“

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekamen sie außerdem, da sie über die Jahre
immer wieder auf Stars wie Bono oder Michael Stipe von REM trafen.
Letzterer besuchte sie beispielsweise bei den Dreharbeiten ihres
Debüt-Hits „Linger“. „Wir hatten Glück, dass unsere Musik so erfolgreich
wurde, doch das Ganze hatte auch seine Schattenseiten. Ich hatte kein
normales Leben auf der High School oder dem College mehr, geschweige
denn in der realen Welt. Ich wuchs unter den wachsamen Augen meines
Publikums auf. Dieser Erfolg machte mich fast kaputt, denn ich hatte
keine Zeit mehr mit etwas Abstand mein Leben oder meine Arbeit zu
beobachten. Es fühlte sich wie ein Schwebezustand an.“

2012 erhielt die Sängerin eine ungewöhnliche Anfrage der US-TV-Show „The
Bachelorette“, in der Frauen um die Hand eines attraktiven,
heiratswilligen Mannes konkurrieren. Während des Staffelfinales sollte
sie dem verbliebenen Paar ein Ständchen bei dessen letzten Date singen.
Dieses fand in der Christchurch Cathedral in Dublin statt und brachte
sie nach der längeren Auszeit der Band wieder in Kontakt mit
Cranberries-Co-Schreiber Noel Hogan. Durch die Show erreichte Dolores,
die neben Irland auch in New York und Kanada gelebt hatte, über 10
Millionen US-Zuschauer und eine neue Generation junger Fans.

Durch die Auftritte in Limerick, bei The Bachelorette und durch das
anstehende Jubiläum manifestierte sich schließlich die Idee eines
Akustikalbums mit Orchesterbegleitung in Dolores O‘Riordons Kopf. Es
sollte die größten Momente der ersten vier Cranberries-Alben beinhalten.
„Es fühlte sich wie etwa Altes und etwas Neues zugleich an, wie ein
Jahrestag, den man feiern muss. Wir feierten das, was wir erreicht
hatten gemeinsam mit dem Irish Chamber Orchestra.“

So verbrachten The Cranberries schließlich zwei Wochen in der
Universität von Limerick, dem Zuhause des Irish Chamber Orchestra. Es
wurde extra kleine Kabinen errichtet, damit die Instrumente wie bei
einer Liveaufnahme klangen. Dolores war nicht länger ein Kind. Sie sang
ihre erstaunlich erwachsenen Songs damals unbedarft, doch jetzt war sie
eine Frau, die ihr Leben voll und ganz der Musik gewidmet hatte und fest
in diesem Leben steht. „Mir gefallen sie so besser.“, fügt sie hinzu.
„Sie klingen jetzt erfahrener und dennoch viel frischer.“

Nachdem sie die Spitze ihres kommerziellen Erfolgs in den 90ern erreicht
hatten, blieben The Cranberries dennoch nicht untätig. Sie nahmen
weitere Alben auf, tourten und vergrößerten weltweit ihre Fangemeinde.
Ihre Social Media-Kanäle zählen bislang mehr als vier Millionen Likes.
Ihre Songs sind nach wie vor eine Mischung aus Hit-Hooklines und
zeitlosen Klassikern.

Kürzlich spielten The Cranberries beim renommierten Vivo X El Rock
Festival in Peru vor über 40.000 Zuschauern und weiteren tausenden in
Mexiko. „Du berauschst Dich an jedem einzelnen Menschen in der Menge.“,
freut sich die Sängerin. Die Rückkehr nach Südamerika inspirierte sie
außerdem zum Artwork des Albums. Andy Earl, der bereits das Cover von
„Everybody Else Is Doing It“ gestaltet hatte, stand zwei Tage nach
Dolores‘ Anruf vor deren Tür. „Er war absolut brillant und es tat so
gut, ihn wieder zu sehen. Wir nahmen am gleichen Ort wie damals die
Fotos auf. Es war, als würden die Vergangenheit und die Gegenwart
miteinander verschmelzen.“

Um zu verhindern, dass „Something Else“ nur eine Ansammlung
wiederentdeckter Erinnerungen werden würde, sind auch drei neue Songs
auf dem Album enthalten. „The Glory“ schrieb Dolores in den Proberäumen
des Irish Chamber Orchestras. „Ich dachte darüber nach, dass es im Leben
immer Hoffnung und ein Licht am Ende des Tunnels gibt, egal wie dunkel
das Leben auch gerade sein mag. Manchmal ist es schwierig, doch Du musst
das Licht und das Positive in den Dingen suchen.“ „Rupture“, das von
Depressionen handelt und die demnächst erscheinende Single „Why?“, die
Dolores kurz nach dem Tod ihres Vaters schrieb, sind bislang ebenfalls
unveröffentlicht.

Die neuen Songs reihen sich nahtlos neben Hits wie „Zombie“, „Dreams“,
„Ridiculous Thoughts“ und „Ode To My Family“ ein und sind der Beweis für
die Songwriter-Qualitäten von Dolores und Noel.
„Ich war noch sehr jung, vielleicht zwölf Jahre alt, als ich begann,
Geschichten zu schreiben. Ich hatte keine Ahnung, was ich eigentlich
tat. Da war nur etwas in mir, das unbedingt herauswollte. Daher bin ich
auch stolz auf die alten Songs. Das Leben ist manchmal so hektisch, dass
man Vergangenes und die Chancen, die man hatte, oft vergisst. Ich
denke, davon handelt auch das neue Album.“

Der Titel „Something Else“ ist daher eine respektvolle Hommage an das
erste Album „Everybody Else“. Er verspricht weder zukünftige Pläne, noch
steckt er in der Vergangenheit fest. „Der Albumtitel hat keine
bestimmte Aussage.“, erklärt die Sängerin zum Schluss. „Es bedeutet
weder, dass wieder ein Album kommen wird, noch dass dies das große
Finale ist. Es bedeutet eher ‚wer weiß, was noch kommen wird?‘. Ich habe
keine Ahnung, was uns noch alles bevorsteht. Wir leben nicht mehr in
den 90ern und darüber bin ich sehr froh. Ich hoffe, den Fans gefällt,
was wir aus den Songs gemacht haben. Manchmal fragt man sich ja, wie
lange die eigene Musik von Bedeutung sein wird und ich glaube, da haben
wir sehr viel Glück.“

Track Listing

  1. Linger
  2. The Glory
  3. Dreams
  4. When You’re Gone
  5. Zombie
  6. Ridiculous Thoughts
  7. Rupture
  8. Ode To My Family
  9. Free To Decide
  10. Just My Imagination
  11. Animal Instinct
  12. You & Me
  13. Why
Das Konzert am 02.05.2017 im Berliner Admiralspalast ist bereits ausverkauft.

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