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Festival American Journeys, 27.-29.05.2016 – Teil 2

Festival American Journeys,
27.-29.05.2016 –
Teil 2
Wir waren also
am 25. Mai in Cambrai eingetroffen. Wie immer früh genug, um einen sehr
schönen freien Platz im Park zu finden denn am Freitag zählten wir bereits 94
Wohnmobile in der Allee, die später kommenden hatten schon Probleme einen
Stromanschluß zu erhalten.
Seit 16
Jahren findet hier im Palais des Grottes ein American
Festival statt in Erinnerung an die Befreiung durch US-Soldaten im zweiten
Weltkrieg. Dem gemäß gab es Samstag eine große Parade mit verschiedensten
US-Cars, PKWs und riesigen US-Wohnmobilen (davon kann man nur träumen). Auch
historisch gekleidetes Fußvolk sowie Militaristen konnte man sehen.
14 Bands aus
Belgien, Frankreich,  Schweden,
Großbritannien Deutschland, USA, Sizilien und Louisiana bestritten an drei
Tagen das Musikprogramm:
Freitag, 27.05.:
LITTLE KIM (http://littlekim.be) flottes Swing-Quartett aus Belgien,
mit Kontrabaß, Gitarre, Dobro und der sehr guten Sängerin Little Kim. Eine
Zugabe war erlaubt und da hörten wir ein Traditional: >I wish I could shimmy
like my sister Kate<.
ELDORADO (www.eldorado-site.fr) 6 Musiker aus Frankreich  mit
Drums, Keyboard, Fiddle, E-Baß, Harp, Akkust. Gitarre, E-Gitarre und viel
Gesang brachten Modern-Country und die Linedancer hatten ihre Freude (Beer for
my horses, Wagon Wheel, Jambalaya, usw.).
VIVIEN SEARCY (www.viviensearcy.com/home#/id/i11404587)  ein Singer-Songwriter-Duo aus Schweden und zum
ersten Mal in Frankreich zu Gast. Sie brachten hauptsächlich eigene Songs,
darunter >Fairytales< welcher ihr sichtbar und hörbar  aus dem Herzen kam. Leider wirkten sie auf der
großen Bühne ein wenig verloren, zumal der Moderator sie im Stich ließ und mit
Abwesenheit glänzte. Da schien es ein kleines Kommunikationsproblem gegeben zu
haben.
LAURA B & HER BAND (www.laurab-music.co.uk) eine 8köpfige Rhythm-Blues-Band aus London die das Publikum
auf die Beine brachte. 3 Bläser, Stehbaß, Drums, Keyboard, Gitarre und Laura B.
als stimmliches Energiebündel.
Samstag, 28.05.:
Mittags zog
die große Parade vom Bahnhof zur Veranstaltungshalle und dann gab es wieder 6
Bands zu hören bis nach Mitternacht.
GHOST HIGHWAY (www.facebook.com/phil.ghosthighway?fref=ts) französisches Quartett mit
gemischtem Programm von Rockabilly, Cash-Songs und Honky-Tonk. >Shotgun
Boogie< gefiel mir sehr und ein Hank Williams-Jodler als Rock’n Roll arrangiert
– auch nicht schlecht! Aber wo ist schon wieder der Moderator?
THE LADY’s COUNTRY ANGELS (www.theladyscountryangels.com) sechs anstatt drei Musiker aus
Frankreich auf der Bühne mit 2 Gitarren, Fiddle, Mandoline, Cajon, Baß, Banjo
und natürlich Gesang. Sehr bemüht, aber leider etwas enttäuschend.
GREASY BASTARDS MOTORCYCLE (www.reverbnation.com/greasybastardsmotorcycle) fünf Musiker aus Frankreich, sehr
laut, sehr rockig und sehr gut. Solche Rockbands sind beim Publikum hier sehr gefragt.
JIMMY CORNETT & THE DEADMEN (http://jimmy-cornett.de) vier Musiker aus Hamburg brachten
temperamentvollen Blues- und Southern Rock mit Gitarre, Dobro, Baß, E-Gitarre,
Gesang und mit Claudia Lippmann an den Drums. Es gab eine sehr rockige gute
Zugabe.
JESSICA LYNN & Band,  ein Highlight aus New York (www.jessicalynnmusic.org), rockte mit 7 Künstlern die nächste Stunde die Bühne
mit Keyboard, Drums, E-Gitarre, akust.
Gitarre und Baß
mit Modern Country sowie eigenen Titeln (Girl’s Night Done Right, Johnny  be good, Just like a woman, u. a.).
Jessica schoß als Energiebündel  ständig hin und her auf der Bühne sodaß ich
Mühe hatte, sie zu fotografieren. Aus Zeitgründen gab es wieder nur eine
Zugabe.
Die letzte
Band am Samstag kam aus Sizilien: VIRGINIA
BROWN & THE SHAMELESS
. (
www.reverbnation.com/virginiabrownandtheshameless) Die Bigband mit 6 Künstlern brachte
das Publikum noch einmal zum Toben mit Swing, Rockabilly, Boogie und Jazz und
Rhythm-Blues. Die Musiker waren sehr flexibel und lebhaft, aber Virginia wirkte
nach Jessicas Temperament etwas zu brav. Sie machte es aber durch ihre tolle
Stimme wett.
Sonntag, 29.05.:
BACKWEST (www.backwest.fr), ein junges Quartett aus
Südfrankreich, spielte gekonnt und flott bekannte Covers mit Lead-Gitarre,
E-Gitarre, Baß, Drums, Mandoline (The Gambler, Whiskey in the Jar, Galway Girl,
All you ever do, etc.). Auffallend war, daß jeder der Bandmitglieder auch sang
und unserer Meinung nach hatte diese Sängerin die beste Stimme von allen bisher
auf dem Fest gehörten Sängerinnen. Das Lied >Summer Fly< sprach für sich.
Und die Zugabe >I want to be a Cowboy‘s Sweetheart< konnte sie sogar
jodeln!
KENDALL’s COUNTRYBAND (www.kendallcountryband.fr) fünf Musiker, ebenfalls aus Südfrankreich, mit
akust. Git., E-Git., Harp, Lapsteel, Baß und Drums machten den Linedancern
große Freude mit bekannten Traditionals und Modern Country: >Your man<
(Josh Turner), >City of New Orleans< – tolle Zugfahrt mit der Harp
gespielt!, >Cabo San Lucas< – sehr erfreulich, daß wirklich alle das
gleiche tanzten, usw.
Siehe da –
den Moderator gab es auch mal wieder?!
Anschließend
kam eine Girlsband aus Köln – die war echt ein Hammer! PEGGY SUGARHILL & THE ELDORADO TIGERETTES. (
www.peggysugarhill.com) . Mit Gitarre, Kontrabaß, Keyboard, Drums und Gesang von
allen fegten sie hauptsächlich im Rockabillysound über die Bühne. Die Bassistin
spielte sogar noch ihr Instrument als sie darauf saß. Die Begeisterung des
Publikums kann man nicht beschreiben.
Für uns war
dies der Abschluß, denn die letzte Band JOHNNY
MASTRO & MAMA’S BOYS
(
www.johnnymastro.com) aus Louisiana haben wir nur mehr kurz
angehört, sie waren schrecklich laut und wir waren auch nicht mehr
aufnahmefähig nach so viel Musik an drei Tagen.
Die Pausen
zwischen den Sets waren immer etwas länger als wir es kennen und es wurde extra
für die Linedancer vom DJ Musik gemacht, es gab auch Vorführungen der
Linedance-Vereine >Club Cambrai< und >Club Ligny< sowie Workshops.
In der Halle entlang der Wand standen jede Menge Shops mit Westernwear,
Linedance-Zubehör usw., außerhalb der Halle war die Gastro anzutreffen. Das
Wetter hatte sich bis zuletzt gut benommen, doch als die letzte Band spielte
kam der Regen. Und eine schwarze Wolke blieb uns die nächsten 14 Tage auf der
Fahrt quer durch den Elsaß bis Ulm mit Unterbrechungen treu. Weiterlesen bitte im
Teil 3 ………
Text und Fotos: Elisabeth Kölbl für Country
Music News International

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