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Faber veröffentlicht zweite Single “So soll es sein”

Faber veröffentlicht zweite Single “So soll es sein”

Faber ist keiner, der über das Leben singen würde, ohne gelebt zu haben. Das macht sein Debüt-Album „Sei ein Faber im Wind“ so wertvoll. Ein weiteres Beispiel hierfür ist der Song „So soll es sein“, dessen Video nun hier zu sehen ist. Mit diesem liefert Faber den zweiten Teil seiner aus dem Leben gegriffenen Videoserie – passend zum Artwork.

Faber
wurde vor 23 Jahren in Zürich geboren und schreibt seit seinem 15.
Lebensjahr Songs. Er ist keiner für Leute, die bei Faber an Sekt denken
und Max Frisch nie gelesen haben. Dem medialen Dauersurren und der
Geschwätzigkeit der sozialen Netzwerke setzt Faber mit
scharfem Blick und lakonischer Lässigkeit Wahrhaftigkeit entgegen. Indem
er die Verhältnisse umkehrt, stellt er sie in Frage.

Zum Beispiel bei „So soll es sein“. Die zweite Single aus dem Faber-Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ ist ein Lied über das Verlassenwerden, aber es ist keine rührige Herzschmerzballade. Faber
behauptet Gefühle nicht, er durchlebt sie. Und so gelingt ihm die beste
Songschreibermusik, die seit Langem auf Deutsch getextet wurde: Wir
hören Posaunen und Gitarren und Geigen und ein Klavier und vor allem
hören wir diese Stimme.

Hast du das Gefühl, dass du nicht gut genug bis für mich und nicht schön?“, fragt Faber mit waidwunder Stimme. Er wünscht sich das wirklich herbei, wenn er weiter singt: „sag’ dass es so ist, denn genauso soll es sein.
Der Song inszeniert den Verlassenen nicht als Jammerlappen, sondern
versetzt ihn mit galligem Spott in die Rolle des vermeintlich
Handelnden: Statt Du singt er „Ich lass dich einfach nicht los“, aber auch: „Ich will dich vergessen, aus meiner Welt löschen, sonst schieß mich halt tot.“ Unter dem Furor und der Hingabe, mit denen Faber diese Zeilen singt, werden sie zu Poesie.

Faber
ist mit sizilianischen Volksliedern aufgewachsen, er liebt Trubaci, die
guten Chanson-Franzosen, Polka, aber auch Folk und Nuancen aus den
alten amerikanischen Stilen. Und er treibt all diesen im Pop unserer
Zeit selten gehörten Stilen die distinguierte Rotweinseligkeit aus,
zerrt sie zurück auf die Straße, macht sie frisch und jung. Das macht
sein Debüt „Sei ein Faber im Wind“ ebenso wertvoll wie „So soll es sein“.

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