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Countrymusik Messe in Bergheim zwischen Anspruch und Realität

Countrymusik
Messe in Bergheim 04.04 – 06.04.2014
Hohe
Ansprüche – die nicht ganz erfüllt wurden!
Die
Country Musik Messeveranstaltung fand am ersten Wochenende im April,
vom
04.04
– 06.04.2014

im
Bürgerhaus, mit integrierter Sporthalle, in Bergheim /
Quadrath-Ichendorf statt. Diese Messe wurde in früheren Zeiten,
immer in Berlin abgehalten und fand nun ihren Weg nach Bergheim in
NRW.
Im
Eingangsbereich
erwarteten
bereits einige Sicherheitskräfte und Kontrolleure die Messebesucher,
gleich hinter ihnen Verkaufs – und Infostände, mit Gitarren und
Cd’s, sowie Reklame der dort anwesenden Künstler; zum Beispiel der
Messestand von David Lee Howard. Zur linken Seite war ein kleines
Podium aufgebaut, es wurde für Jam Sessions genutzt, mit
Musikinstrumenten, die der Firma Höfner gehörten, die gleich
daneben ihren Stand betrieben. Wunderschöne Gitarren wurden dort
ausgestellt, Interessierte konnten sich auch über den
Herstellungsprozess informieren. Faszinierend, auch für
Messebesucher, die kein Instrument spielen.
Im
Untergeschoss
befand
sich das “Blue Bird Cafe“, volles Programm von Anfang bis Ende.
Hier gab es eine Bühne für „ unplugged“ Künstler (unplugged –
mit akustischen Instrumenten aufgeführt), die ihre Musik zum Besten
gaben.
Der
nächste Raum, war ein sehr großer Saal, in dem sich auch eine
angemessene Bühne befand, davor eine Tanzfläche und einige
Stuhlreihen. Dahinter wieder Tische und Stühle, so dass die Besucher
Essen und Trinken zu sich nehmen konnten, während sie sich die
verschiedenen Künstler ansahen. Es gab leider keinerlei Dekoration,
das Ambiente fehlte. Man hätte mit einfachsten Mitteln, mit etwas
Inspiration und Phantasie, einem dem Rahmen entsprechendes Ambiente
schaffen können, welches die Besucher sichtlich begeistert hätte.
Fazit: Der erste Eindruck ist äußerst wichtig, bei jeder
Veranstaltung!
Im
Eingangsbereich
des
großen Saals

zur
linken, befand sich ein sehr großer, langer Ausschank, welcher
ebenfalls eine helfende Hand, in Sachen Dekoration hätte gebrauchen
können. Es wirkte alles irgendwie so kahl, kühl und lieblos.
Fazit:
Es brachte nicht den Messecharakter rüber, den man hätte erwarten
können. Um es mit einem amüsanten Satz zu sagen „ Nichts, das
einen aus den Socken gehauen hätte“.
In
der nächsten Halle, gab es mehrere, verschiedene Messestände, u.a
mit Label Gesellschaften und
vielen
Künstlern OHNE Label/Verlag. Amazing Records Europe, Europas größtes
Indie-Label für Countrymusik war das einzig große Musik Label,
welches dort mit ihrem CEO & Founder Mark C. Merritt
,
einen Messestand betrieb.
Mark
Merritt
persönlich,
ist

ein
netter amerikanischer Countrysänger, mit einer sehr schönen Stimme,
ein Mensch der das Publikum begeistern und mitziehen kann. Er ist

auch
der
Mann hinter den Kulissen, der
sich
um
CD Produktionen, Vertrieb und der Förderung von einigen guten
Künstlern
bemüht,
wie
zum Beispiel Memphis Sky, Wild Bunch (Katja Picker), Kayleigh Leith,
Mike O´Donoghue, Michael Lonstar, und noch einigen anderen, die wir
leider nicht alle aufzählen können.
Genau
gegenüber dem Messestand von
Amazing
Records Europe
,
konnte man den niederländischen Countrysänger Eddy Gee finden. Ein
sehr angenehmer und netter Mann, der dort zusammen mit seiner Frau,
die ihn in seiner Kariere sehr unterstützt, mit einem kleinen
Messestand zugegen war. Gleich daneben der Stand von Jeffrey Backus,
dem Sohn, des ehemaligen, deutschen Schlagersänger Gus Backus.
Jeffrey hat eine sehr gute Stimme und sieht seinem Vater unglaublich
ähnlich, er war dort zusammen mit seiner Lebensgefährtin.
Sehr
viele Künstler, gaben ihr bestes, ohne ihre Anwesenheit, hätte
die
se
Messe wenig dargestellt. Die Künstler, waren die Höhepunkte dieser
drei Tage und sie begeisterten das Publikum, brachten es zum lächeln
und berührten deren Herzen, jeder auf seine besondere Art.
Was
einige Messebesucher

aber durchaus vermissten auf dieser Messe, war Gospel Countrymusik.
Es
gab sehr
viele
Coverversionen

von
Johnny Cash an diesen Tagen, aber es gibt mehr in der Country Musik.
Leider fährt diese Musik Szene in Deutschland, eine sehr einseitige
Schiene und das ist sehr schade.
Ungünstige
Fügung, Schicksal, oder höhere Gewalt war allgegenwärtig auf
dieser Messe. Menschliches Versagen oder technische Fehler, gingen
Hand in Hand. Wichtige Angelegenheiten, enthielten große
Unstimmigkeiten, kleine sowie große Dinge, bräuchten sehr viel
Beachtung und Umdenken, für die nächste Messeveranstaltung.
Am
Freitag hatte man offensichtlich ein kleines Problem mit der
Elektrizität, weil die Messeverkäufer gegen 22.00 Uhr keinen Strom
mehr hatten. Das gab natürlich Gesprächsstoff unter den
Standbetreibern und einer von ihnen meinte, mit einem Lächeln im
Gesicht, zitiere, „Es sieht danach aus, dass sie uns hier schnell
raus haben wollen“, ende Zitat.
Für
die kommenden Veranstaltungen, sollten die Betreiber, etwas mehr
Stände fürs leibliche Wohl vor Ort haben und auch an Vegetarier
denken, denn was anwesend war, war eindeutig nicht genug.
Menschen
verließen die Messe, um woanders Essen zu gehen, und das ist nicht
gut. Die Veranstaltung zu verlassen, ist nie gut, unter keinen
Umständen, diese Leute kommen nicht wieder. Es gab nicht genügend
Abwechslung in den Speisen und einige waren in kürzester Zeit
ausverkauft. Wenn man die Messebesucher zufrieden stellen will, muss
man ihnen Abwechslung in der Kost bieten. Lange Tage, machen die
Leute hungrig, hungrige Menschen, sind unzufriedene Kunden – und
diese Kunden waren die Besucher der Messe – mit der größten
Wahrscheinlichkeit, verliert man diese dann als Gäste!
Der
Freitag war, um es in netten Worten zu umschreiben, eher ein
Künstlerteff,
sicher
wegen dem dort zu vergebenden Country – Preis
.
Der
Samstag war von der Zuschaueranzahl ganz O.K, aber am Sonntag, war
kaum Publikum anwesend und man konnte eine gähnende Leere spüren.
Sehr schade für die Verkäufer. Die Standbetreiber unterhielten sich
untereinander, man konnte mitbekommen,
dass
sie nicht genügend Geld verdient hatten, das sie Geld zu zahlen
mussten, um die Gebühr für ihre Messestände auf zu bringen.
Schade, aber der Teufel steckt im Detail, man hat keinen Einfluss
auf die Messe, Menschen kommen oder sie kommen nicht, es ist immer so
etwas wie eine Art Russisches Roulette.
Fazit:
Natürlich
muss man Lärm machen, um auf sich aufmerksam zu machen, so dass die
Menschen einen hören. Mit Lärm ist gemeint, Mund zu Mund Reklame,
Werbung in allen Variationen, das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Zu
den sogenannten Sicherheitskräften: Wenn man auf einer Veranstaltung
erscheint und die Leute dort im Eingangsbereich, auf den Tischen
hängen, um es mal krass zu formulieren, sieht das nicht gerade
vorteilhaft und professionell aus, es ist einfach nur furchtbar!
Außerdem sahen einige von ihnen wie Schüler aus, wer hätte vor
ihnen Respekt? Wenn eine Gruppe von Aufwieglern auf die Messe
gekommen wäre, hätten diese sogenannten Sicherheitskräfte, ein
sehr ernst zu nehmendes Problem gehabt!
Fazit:
Klar ist, man sollte sein Gegenüber niemals unterschätzen, ein
versierter Sicherheitsdienst jedoch, würde sich niemals so
darstellen!
Im
Bereich hinter der Bühne (Backstage), der Eingang für die Künstler,
war eine richtige Katastrophe. Kein Sicherheitspersonal in Sicht und
auch nicht in der Nähe, niemand vor Ort, nicht eine einzige Person
zu erkennen und jedermann lief dort ein und aus.
Ein
sehr hohes

Sicherheitsrisiko, da dort oftmals die Künstler ihre teuren
Musikinstrumente lagerten und dort die Autos an und abfuhren, ohne
kontrolliert zu werden. Jeder Hinz und Kunz, hätte dort vorfahren
können, um die Instrumente einzuladen und dann sang und klanglos, zu
verschwinden, ohne das auch nur irgendeiner etwas bemerkt hätte.
Danach krähte kein Hahn!
Die
erste Hilfe Mitarbeiter saßen in ihrem Auto und
waren
belustigt.

Das ist

an

sich auch, überhaupt kein Problem, aber, sie hätten ihre Runden
laufen müssen und zwar in bestimmten vorgegebenen Zeitschemen und
das haben sie nicht getan! Ab und an und das war nicht genug, in drei
Tagen wurde nur einmal einer gesichtet, der im Eingangsbereich lief.
Nur der Gedanke daran, wenn irgendetwas auf dieser Messe passiert
wäre, lässt einen frösteln. Eine Sicherstellung einer ersten Hilfe
bei einer Veranstaltung, ist oberste Priorität!
Viele
Leute würden diese kleinen Hindernisse, stillschweigend ertragen,
aber wer weiß, ob sie nächstes Mal zur Messe kommen würden. Es
lässt gerade bei der ersten Messe
in
Bergheim, in einer neuen Lokation, weit weg von Berlin, wo die 18
vorangegangenen Veranstaltungen stattfanden,
einen
falschen Eindruck zurück, wo man doch normalerweise drauf bedacht
sein sollte, gerade dann sein Bestes zu geben. Vielleicht dachten
sich die Veranstalter aber auch, dass die Messe ein Selbstläufer
ist, aber dieser Schuss könnte voll nach hinten losgehen!
Etwas
zum nachdenken…
Es
wäre eine tolle Idee vom Veranstalter, um eine Win – Win Situation
(Gewinn für beide Parteien) zu kreieren, weil die Künstler hier
zuzahlen müssen und zwar in jeder Hinsicht. Sie haben für die
Messestände zu zahlen, Reisekosten, Essen, Getränke, haben für
eine Messe CD zu zahlen (falls sie dort mitmachen wollten) und sie
müssen umsonst auftreten. Es ist zwar bei einer Messe, ein normaler
Standard, jedoch ein mangelhafter Zustand – den man in der Zukunft,
überdenken und ändern sollte!
Was
bekommen die Künstler dafür zurück, wenn wir nur mal an Sonntag
denken, dem Tag, an dem einige von ihnen noch nicht einmal genügend
Publikum hatten. Es saßen zwar ein paar Leute dort herum, aber das
war alles! Ein Künstler braucht wenigstens die Ehrerbietung des
Publikums, das sollte ihm Gewiss sein, doch wenn kein Publikum da ist
– was bleibt dann über?
Fazit:
Vielleicht
sollten die Veranstalter für die Zukunft daran denken, dass ohne
Künstler, die Messe überhaupt nichts dargestellt hätte; sie wäre
nur so etwas wie ein Country Basar gewesen und hätte es nicht zu dem
gemacht, was es durch die Anwesenheit gerade dieser Künstler wurde.
Eine
gute Idee wäre es, alles etwas attraktiver für die Unterhalter zu
machen. Sie wiederum, würden es einem danken, in dem sie immer
wieder gerne zurück kommen. Bezahlt man wenigstens für einen Teil
der Kosten, wie Getränke, Speisen, gratis Messestände und nimmt man
kein Geld von den Künstlern, wenn sie eine Leistungen erbringen, wie
zum Beispiel für eine Messe CD, dann zahlt es sich am Ende immer
aus. Außerdem stoppt man das Gerede der Menschen, für die es so
aussieht, als ob man die Künstler ausnutzt!
In
allem Schlechten, liegt das Gute schon im Ansatz verborgen, wenn man
die nötige Erfahrung hat, damit fair umzugehen!!!
Gaby
Agrikola für Country Music News International

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