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Country Fans feiern die Broncobilly Band

Tanz zu Spaniens Dead Bronco

Country Fans feiern die Broncobilly Band

BIRKENRIED – Das spanische Quintett Dead Bronco brachte am
Freitag, den 07. Juli das gut besuchte Kulturgewächshaus Birkenried
zum Tanzen. Mit ihrer Musik sind Dead Bronco angesiedelt zwischen
Hank Williams sen. und Hank III, was ihr amerikanischer Leadsänger
in jeder Hinsicht verifiziert, wenn er sagt, „die Lieder von Hank
Williams haben buchstäblich mein Leben gerettet“. Und gesanglich
kommt er Hank’s Enkel Hank III sehr nahe, dessen Musik die Band
ebenso wie jene von Hank sen. ins Repertoire einbaute. Das Publikum
öffnete sich rasch für diesen authentischen alternativen Country,
und funkte die Begeisterung zurück auf die Bühne.

Fetzig vom ersten Ton an, so klangen Dead Bronco mit
elektrischer Gitarre, Lap Steel, Schlagzeug und Bass. Der aus Florida
stammende Leadsänger Matt Horan steuerte die akustische Gitarre bei.
Klar, dass man diese Musik mit einer gewissen Lautstärke hören
muss, was der Techniker mit Bravour löste. Alle Instrumente waren
stets differenziert zu hören, das Schlagzeug wurde teils mit Besen,
teils mit Stics gespielt. Aufgefallen ist die totale Perfektion
dieser Formation, da waren keine fragenden Blicke notwendig, alles
saß und kam wie aus einer Hand rüber. Bestens eingespielt kamen
viele eigene Lieder, die auch autobiographische Züge trugen wie
„Florida Grown“. „In Hell“ klang voll nach Hank III, und war
sehr persönlich. Wenn eine Broncobilly Band in Hank III’s Still
über „My True Love“ singt, dann bezieht sich das auf ein schönes
kaltes Bier. Dies alles nimmt man den Musikern auch ab. „Liberation
Of A Married Man“ von der zweiten CD „Penitent Man“ könne sich
ebenso auf eine Frau beziehen meinten die coolen Jungs von Dead
Bronco, da wir doch alle gleich seien. Von der aktuellen vierten CD
brachten sie naturgemäß viele Lieder, auch den Titelsong „Bedridden
And Hellbound“, und aus dem Film „The Nightwatchman“ den von
ihnen dort beigesteuerten Song „Rambling On My Mind“, die einzige
Ballade im ersten Set.
Dass Matt Horan nach Spanien kam, lag vielleicht an
seinen aus Argentinien, Irland und Italien stammenden Vorfahren,
jedenfalls interessierte er sich früh schon für die spanische
Kultur. Er lebte in Mexiko, ehe er nach Spanien zog, und dort
heiratete. Inzwischen geschieden, spielt er mit seiner Band nun
verstärkt auch in Mitteleuropa, wo man Dead Bronco beim Kötzer
Debüt mit offenen Armen empfangen hat. „Moanin‘ The Blues“
sangen sie zu Ehren von Hank Williams, dessen Songs Matt Horan schon
als Straßenmusiker sang, und dem er sozusagen seinen jetzigen Job
verdankt. Mit dem punkig gespielten „Freight Train“
verabschiedete sich Dead Bronco in die Pause.
Hiernach bedachten sie ein weiteres Idol mit einem
seiner Lieder, Wayne Hancocks „Thunderstorms & Neon Signs“
erklang, und die Lap Steel sorgte für das „Wayne The
Train-Feeling“. Ein weiteres Highlight war „Freight Train Blues“,
und es reihte sich Highlight an Highlight, die Leute tanzten vor der
Bühne und wollten zum Schluss die Band gar nicht mehr gehen lassen.
Im Endspurt brachten sie Merle Haggards „Mama Tried“ mit dem
Hinweis, dass Matts Mutter vor einigen Monaten gestorben sei. Ein
Feuerwerk löste der „California Blues“ aus, und der „Workin‘
Man Blues“ war im Rahmen der Zugaben zu vernehmen.
Friedrich Hog für Country Music News International

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