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CD Vorstellung: Doyle Lawson & Quicksilver – Life Is A Story

Doyle Lawson &
Quicksilver – Life Is A Story



1. Kids These Days

2. Little Girl

3. Life Of A Hardworkin’
Man

4. Life To My Days

5. I See A Heartbreak
Comin’

6. Guitar Case

7. What Am I Living For

8. Bluegrass Blues

9. Derailed

10. Love Lives Again

11. Cry Across Kansas

12. Drivin’ It Home

Nachdem in den letzten
Monaten hier eher Newcomer im Vordergrund standen, wenden wir uns heute
einem“alten Hasen“ im Musikgeschäft zu, nämlich dem 1944 in Tennessee geborenen
Doyle Lawson.

Er ist heute als Mandolinenspieler,
Sänger und Produzent Kopf der Gruppe „Doyle Lawson & Quicksilver“, aber
seine musikalische Karriere nahm bereits in den 1950er Jahren ihren Anfang.

In jener Zeit war er
regelmäßiger Hörer der noch heute existierenden Countryradioshow „Gran Ole
Opry“, wo er auf den Mandoline spielenden Bill Monroe aufmerksam wurde, der als
Vater der „Bluegrass“-Musik gilt.

Dadurch inspiriert, begann
Lawson bereits im Alter von 11 Jahren, sich das Mandolinespielen beizubringen,
später folgten noch Gitarre und Banjo.

1963 zog er nach Nashville,
wo er die folgenden Jahre in verschiedenen Gruppen spielte – zunächst auf dem
Banjo, später dann auf der Mandoline.

1972 schloß er sich den
„Country Gentlemen“ an, denen er acht Jahre lang angehörte.

Nachdem er die Band
verlassen hatte, gründete er „Doyle Lawson and Foxfire“, woraus nach einem
Namenswechsel „Doyle Lawson and Quicksilver“ wurde.

Bald wurde die
Schallplattenindustrie in Form der Firma „Sugar Hill Records“ auf die Musiker
aufmerksam und 1981 erschien das Bluegrass- und Gospelalbum „Rock My Soul“,
gefolgt von dem zweiten Album „Heavenly Treasures“.

Weitere Studioalben, in
nahezu jährlichem Abstand, schlossen sich bis heute an und die Band trat zudem
auf diversen Festivals auf, wie etwa beim „Tottenham Bluegrass Festival“ in
Kanada, oder dem jährlichen Roy Dawson & Quicksilver-Festival in
Denton/North Carolina.

Lawson und seine Musiker
konnten außerdem zahlreiche Auszeichnungen einheimsen, z.B. die Nominierung des
Albums „In Session“für den 2015er Grammy.

Doyle Lawson verbindet als
praktizierender Christ die beiden Stilrichtungen „Bluegrass“ und „Gospel“
miteinander, und legt nun mit „Life Is A Story“ ein neues Album dieses Genres
vor.

Banjo und Mandoline sind
Doyles Markenzeichen und er setzt diese sehr intensiv ein, besonders bei den
Stücken „Kids These Days“, „Life Of A Hardworkin’ Man“, „Derailed“ und „Cry
Across Kansas“. Bei Titeln wie „Life To My Days“,  Love Lives Again“ oder „Guitar Case“ (ein
eindrucksvoller Gitarrentitel) wird zwischendurch immer wieder mal das Tempo
aus dem Album herausgenommen, das dann an anderer Stelle wieder anzieht.

Der erdige „Bluegrass
Blues“ hat schließlich seine ganz eigene musikalische Note.

Die Musik wirkt sehr
kohärent, Stilbrüche sucht man hier vergebens.

Textlich handelt das Album
von Liebe, Verlust, Tragödien und Triumphen, die sich durch unser aller Leben
ziehen und vermittelt dadurch auch eine inhaltliche Geschlossenheit.

Insgesamt ein interessantes
Projekt, das aus der Masse positiv hervorsticht.


Alexander Schulz-Luckenbach
für Country Music News International


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