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C.C. Tennissen Interview von Christian Lamitschka für Country Music News International Magazine & Radio Show

C.C. Tennissen Interview von Christian Lamitschka für Country Music News International Magazine & Radio Show

Lamitschka:  Die Country Musik hat viele neue Fans in
ganz Europa gefunden, die Dich vielleicht zum ersten Mal hören. Wie würdest Du
Dich und Deine Musik, die Du spielst jemandem beschreiben , der Dich noch nie gesehen
oder gehört hat?

Answer: 

Wenn ich
über mich schreiben müsste, würde ich sagen, dass ich mit meiner Musik in keine
Schublade einsortiert werden kann. Ich versuche oft das unmögliche möglich zu
machen und mische Instrumente, die eigentlich so nicht zusammen passen, aber es
funktioniert immer. Ich bin etwas starrsinig mit meiner Musik und
experimentiere sehr gerne mit verschiedenen Stilen und Klängen. Meine Lieder
bestehen nicht aus vielen Worten, die nichts sagen, und ich versuche immer
etwas auszusagen und verfalle dabei nicht in die “Wein in Dein Bierglass
“Schiene. Der Gedanke beim komponieren ist einfach echte Geschichten, die aus
dem Leben geschrieben sind, in ein musikalisches Gewand zu packen, egal, ob sie
von meinen Erfahrungen oder die anderer sprechen, Situationen, in denen ich
selber mal steckte, erlebte Dinge, der Herzschmerz von anderen oder auch mein
eigener. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass es das gebrochene Herz oder
die gebrochenen Beziehungen sind, über die ich schreibe, aber alles, was
Schmerz und Freude bereitet.

  

Lamitschka: Wie hast Du den Titel für Deine CD
gewählt? Gibt es da eine Geschichte oder Hintergrund Gedanken?

Answer: 

Back To
The Roots bedeutet einfach zurück zu originaler, handgemachter Country Musik in
verschiedenen Formen und Stilen. Es bedeutet aber auch – zurück zur Natur,
zurück zu den wichtigen Dingen im Leben und weg von künstlicher Musik und
künstlichen überhaupt. Es bedeutet auch zu versuchen, den unwichtigen Dingen,
sowie der Oberflächlichkeit des Lebens und den Vorspiegelungen weniger
Bedeutung zu schenken und mehr Bedeutung dort, wo es zählt. Wir werden alle
eingefangen von diesem Trott und ich versuche von all dem frei zu brechen.

  

Lamitschka: Schreibst Du Deine Songs selber? Wenn nicht, wo
und wie findest Du Songs für Deine CD?

Answer:

Ja, mein
Mann und ich schreiben gemeinsame Songs, sowie individuelle Songs, aber wir
arbeiten auch immer wieder gerne mit dem Sänger/Songschreiber/Krimiauthor
Michael Gerwien aus München zusammen, der bereits 3 Songs zu dem Album dazu
gesteuert hat. Während mein Mann (Wolfgang Ulm) die Deutschen Versionen
schreibt, schreibe ich die Englischen Versionen. Es ist sehr wichtig für uns,
dass unsere Songs aussagekräftig sind und nicht nur leere, banale Worte aneinander
gereiht. Ich muss den Song fühlen, um ihn glaubhaft bei Auftritten herüber zu
bringen. Natürlich singe ich auch ab und zu Cover Songs, wenn ich sie wirklich
mag und sie eine Geschichte erzáhlen, wobei ein bisschen Tina Turner Cover
immer der Hit bei den Fans ist.

Lamitschka:  Bitte erzähle von den Songs auf
Deinem Album (
Einflüsse
usw.).

Answer:

Die Songs
für mein Album – Back To The Roots sind sehr sorgfältig ausgesucht. In meinem
Fall bedeutet “Back To The Roots “ zurück zur handgemachten Musik und weg von
maschineller Musik, sowie zurück zur echten Country Musik. Die Einflüsse in all
meinen Songs sind das Leben, die Natur, Gefühle und Geschehnisse aus meinem
Leben oder auch aus dem Leben von anderen.

Lamitschka: Was für Songs nimmst Du am liebsten auf?

Answer: 

Songs mit
einer Bedeutung dahinter. Man nennt mich die Königin der Balladen, weil ich
sehr gerne Balladen schreibe und singe. Aber genauso emotional, wie ich bei
Balladen werden kann, so kann ich einen rockigen Upbeat Song genauso fühlen und
glaubhaft singen, solange eine Geschichte dahinter steckt. Schnell oder
langsam, solange die Songs eine Bedeutung haben, kann ich sie fühlen und
überzeugend mit der Nachricht, die in ihnen steckt, vermitteln.

Lamitschka: Wieviel kreative Kontrolle hast du
über Deine Musik?

Answer: 

Ich habe
die komplette Kontrolle. Die Musik Industrie und was sie ist, hat mir nicht
immer nur positive Erfahrungen gebracht., was uns dazu bewegt hat in 2010 unser
eigenes Plattenlabel 5apes Records zu eröffnen. Wir haben das nicht getan, um
Konkurrenz zu sein oder besser als andere zu sein, aber lediglich, damit wir
uns als Songschreiber und Musiker entfalten können. Wir wissen alle, dass die
Label nicht wirklich anspringen, wenn einer ihrer Künstler mit einem eigenen
Song zur Produktion ankommt. Wir versuchen nicht berühmt oder reich zu werden,
sondern wir schreiben aus Leidenschaft zur Musik und weil es Spass macht. Spass
sollte immer der Hauptfaktor bleiben und wenn Musik zu einem 9-5 Muss-Job wird,
denke ich, ist es an der Zeit aufzuhören, denn dann fehlt die notwendige
Leidenschaft.

  

Lamitschka: Welche Momente und
Erfolge in Deiner Karriere sind Höhepunkte, worauf Du stolz bist?

Answer:

Am
wichtigsten ist mir, wenn ich Menschen und Fans mit meiner Musik berühren kann
und wenn meine Musik einen Zweck erfüllt, wie z. B. den armen Menschen helfen, Tiere zu retten und schützen. Wir
sind auch stolze Besitzer einer goldenen Schallplatte, die uns von
Deutschsongs.de verliehen wurde, nicht für Abverkäufe, aber für den “Song des
Jahres 2016 “ im Genre Folkmusik in Deutschland. Für uns ist es ehrliches Gold,
weil wir es für unser Können, Wissen und Talent erhalten haben und nicht für
Abverkäufe, die bereits bei der Menge der Anpressung von CD’s beeinflusst sind.

Lamitschka:  Wer ist Dein grösster Kritiker, Du
oder andere?

Answer:

Das bin
ohne Zweifel ich. Mein Mann schüttelt manchmal den Kopf, weil ich mich weigere,
kleine Gesangsfehler durch Melodyne oder andere Programme auszugleichen. Es gibt keinen lebenden Sänger, der
nicht ab und zu mal einen kleine blaue Note singt. Wir sind Menschen und keine
Roboter, was uns imperfekt macht. Ich singe lieber diesselbe Passage noch
einmal ein, als sie künstlich gerade ziehen zu lassen. Glücklicherweise haben
wir unser eigenes kleines, aber feines Aufnahmestudio im Haus, wo ich aufnehmen
kann, solange ich will. Es passiert eigentlich sehr selten, dass sich da ein
kleiner blauer Ton einschleicht, aber es kann passieren und wenn es so ist,
präsentiere ich mich im Ganzen in meinen Songs und nicht mit Noten, die
künstlich repariert oder beeinflusst wurden bei technischen Möglichkeiten. Ich
singe auch “Vollplayback“ sehr ungerne. Wenn ich auf die Bühne gehe, bin ICH
das auch und nicht Memorex oder Melodyne.

Lamitschka:  Gibt es einen Ort, wo Du noch nie
aufgetreten bist, aber würdest es gerne?

 Answer:

Natürlich
und das wäre die Grand Ol ‘Opry. Ich glaube, dass es der Traum eines jeden
Country Sänger’s ist, in diese Familie aufgenommen zu werden. Es ist auf jeden
Fall mein grösster Traum und daran werde ich festhalten, bis ich meine Augen
für immer schliesse. Zusätzlich wäre da noch: Einmal mit meinem Vorbild Reba
McEntire auf der Bühne zu stehen, denn sie ist für mich die Königin der Country
Musik und hat mich in so vielen Dingen, und noch viel mehr, inspiriert.

  

Lamitschka:  Viele Fans erhalten ihre
Informationen über ihren Künstler online heutzutage. Hast Du Deine eigene
Webseite und was werden Fans dort finden?

Answer:

Natürlich
habe ich meine eigene Webseite. Fans können mich jederzeit im Internet finden,
wie ich drauf bin, meine Musik und vieles mehr. Ich kann ganz einfach gefunden
werden, auch in Wikipedia und Facebook, sowie ander Musik Plattformen, die
vielleicht weniger bekannt sind. Wenn man meinen Namen googelt, findet man mich
ganz sicher. 🙂 

https://cctennissen.jimdo.com/

Lamitschka:  Was ist das beste Kompliment, was Du
jemals von einem Fan erhalten hast?

Answer:

Das meine
Musik und Texte jemanden davor bewahrt haben, etwas dummes zu tun. Wie ich
bereits erwähnte, meine Musik ist aus echten Lebenserfahrungen geschrieben, sei
es meine oder die anderer, und darüber zu schreiben, hat selbst mir geholfen,
über so einiges ernsthafte selber hinwegzukommen. Die Songs schicken aber auch
eine Nachricht an diejenigen, die vielleicht gerade dasselbe oder sogar
schlimmeres erleben. Ich schreibe sehr gerne “glückliche“ Songs, aber vieles
meiner Musik ist auf der ernsthafteren Seite, aber hat auch generell eine
Lösung im Text.

Als ich
zu einigen Beerdigungen eingeladen wurde, um den letzten Song für einen Fan zu
singen,und es auch die letzten Wünsche der Verstorbenen waren, habe ich das
sehr gerne getan, da ich versuche, einen engen Kontakt zu meinen Fans zu
halten. Überraschenderweise wurde mir dann auch mitgeteilt, dass man den
Verstorbenen auf deren Wunsch auch meine CD’s mit ins Grab geben musste, weil
sie meine Musik und mich so sehr geliebt haben und mich mitnehmen wollten, wo
auch immer sie hingehen.

Das hat
mein Herz sehr berührt und ich denke , dass es eine grosse Ehre ist, von seinen
Fans so sehr geliebt zu werden. Es gibt mir auch die Kraft, weiter Songs zu
schreiben. 

Christian Lamitschka ( Ch.Lamitschka@t-online.de ) for
Country Music News International Magazine & Radio Show

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