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14. Festival American Journeys

14. Festival American
Journeys

Nachdem ich also meine
Frau Eliza in Ulm in den Zug nach Wien gesetzt hatte machte ich mich
auf den Weg zu neuen Abenteuern. Frankreich hieß das Ziel. Nach
gemütlicher Anreise erreichte ich
CAMBRAI,
nur mehr 169 km von Paris entfernt. Im Jahr 2010 hatte ich hier schon
mal das Vergnügen und stellte nun fest, dass es immer noch nur 20,–
€ für 3 Tage kostet. Toll. Immerhin werden 14 Bands aufgeboten und
jede Menge Rahmenprogramm.
Vom 23.
– 25. Mai 2014
erlebte ich nun wieder ein
Festival der etwas anderen Art, ein Spektakel für die ganze Stadt.
Der Besucherzustrom konnte sich sehen lassen. Beim
samstagmorgendlichen Spaziergang zählte ich im Park rund um die
Festhalle 114 Wohnmobile, gigantisch, und für alle hatte die
Stadtverwaltung Stromkästen aufgestellt.
Ein Softgun-Club war
anwesend. Dessen Mitglieder hatten auf alten Autoplattformen
Panzer-Attrappen aus Holz und Blech aufgebaut und spielten damit
Krieg. Na ja. Zur Auflockerung des Ernstes wurde ca. stündlich das
Lager dieser Kriegsspieler von Zombies überfallen. Offensichtlich in
Anlehnung an das Video „Thriller“ von Michael Jackson. Äußerst
skurril.
Es gab auch einen großen
Umzug mit US-Cars, Harleys und Linedancegruppen, historisch
Kostümierten und Reitern, dabei herrschte leichtes Chaos, doch weder
die Polizei noch die anderen Autofahrer ließen sich dadurch aus der
Ruhe bringen. Alles lief äußerst entspannt und locker ab.
Zum Opening spielte
Gabriella Laberge aus
Kanada ein kurzes Set, doch danach ging das Musikprogramm um 19 h in
der großen Halle los.
Freitag, 23.05.:
  1. Kayleigh Leith
    (USA) (www.kayleighleith.com)
    mit niederländischer Begleitband. Kayleigh war sehr überrascht
    mich hier anzutreffen. 6 Personen mit Pedalsteel, Drums, Bass, Solo-
    und Rhythmusgitarren und Kayleigh mit sehr guter Stimme. Ihr
    Programm umfasst einen guten Mix aus Modern Country, Balladen, Blues
    und erfreulicherweise keine abgedroschenen Coversongs. Von >Working
    Man Blues< hörte ich hier eine sehr gute Version. Auch der
    Backgroundgesang war in Ordnung.
  2. Carolane Cloutier
    (CAN)
    (
    http://staracademie.ca/candidat/carolane–cloutier/871),
    6 Personen mit Orgel, Schlagzeug, Bass, Rhythmus- und Sologitarre
    brachten Country-Pop und erinnerten mich im Stil an Shania Twain.
  3. Ray Collins’
    HotClub
    (D) (www.the-hot-club.com) : 9
    Musiker (4 Bläser, Kontrabaß, Schlagzeug, Klavier, Solo und
    Rhythmusgitarre) reisen quer durch die Welt mit Swing und

    Rhythm-Blues
Samstag,
24.05.:
ab 14 h gab es schon Musik.
  1. Don Donuts &
    The Twinhillboys
    (FR)
    (
    https://myspace.com/dondonutshistwinhillboys),
    ein Trio mit Kontrabaß, E-Gitarre und Rhythmusgitarre spielte im
    Stil der 60er-Jahre Swing, Honky Tonk und Rockabilly (Hank Williams,
    Patsy Cline), sowohl französisch als auch englisch gesungen.
  2. Lazy
    Buddies
    (FR)
    (
    www.lazybuddies.com).
    Die Gruppe wurde 2005 gegründet. 6
    Musiker inklusive Leadsängerin brachten mit Kontrabaß, Harp,
    Schlagzeug, Solo- und Rhythmusgitarre Blues, Boogie und Rock’n
    Roll der 50er-Jahre.
  3. Morgan O Kane
    (USA) (www.morganokanemusic.com)
    spielten zu viert eine sehr experimentelle Musik mit Banjo, Dobro,
    Löffel und Trompete und machten sich damit nicht viele Liebhaber,
    obwohl sie ja musikalisch top waren.
  4. Crash’n
    Recovery
    (SWE)
    (
    www.crashnrecovery.com).
    Nun wurde es für mich interessanter, die
    schwedische Band brachte mit Mandoline, Geige, Kontrabass,
    Schlagzeug, Solo- und Rhythmusgitarre und sehr guter Leadsängerin
    Country-Folk und Americana.
  5. Bob Wayne (USA)
    (
    http://bobwayne.org),
    zu fünft spielen sie mit Kontrabass, Fidele, Solo- und
    Rhythmusgitarre, Schlagzeug sehr schnell Punkabilly und Folk-Rock.
    Bob vertritt optisch das Image „harter Kerl“ oder „Outlaw“.
  6. Rhythm Sophie
    (HUNG) (www.rhythmsophie.de): eine Combo aus
    Deutschland und eine ungarische Leadsängerin – hier trafen
    amerikanischer Lifestyle und ungarisches Temperament aufeinander mit
    Kontrabass, Schlagzeug, Solo- und Rhythmusgitarre brachten sie
    Rockabilly und
    Rhythm’n’Blues von den 40er, 50er und 60er-Jahren.
Sonntag,
25.05.,
der letzte Tag bricht an:
  1. Texas
    Martha & The House of Twang
    (USA)
    (
    www.texasmartha.com),
    Martha ist eine Cousine von Loretta Lynn und brachte mit ihrer Band
    schrägen Countryrock, eigene Songs und auch etwas Blues (Hank
    Williams, Emmilou Harris). Instrumente: Kontrabass, Rhythmus- und
    Sologitarre, Pedalsteel, Schlagzeug.
  2. Truck
    Stop Rules
    (FR)
    (
    https://myspace.com/truckstoprules)
    Coverband mit 4 Musikern (Baß,

    Rhythmus

    und

    Sologitarre

    und Schlagzeug) und vielen bekannten Songs: Mercury Blues, Rocky
    Top, Hillbilly Highway, Back to the country, Liza Jean, Gentle on my
    mind und eine sehr gute Version von Dead Flowers.
  3. Jayke
    Orvis & The Broken Band
    (USA)
    (www.broken-band.com)
    vier Musiker mit Fiddle, Kontrabass, Mandoline, Gitarre, super
    schönem Chorgesang.
    Selbst
    nennen sie ihren Stil Bluegrass-Punk-Folk und sie waren nicht nur
    für mich ein Highlight. Von dieser Band musste eine CD mit nach
    Wien.
  4. Sandy
    & The Prairie Dogs
    (F)
    (
    www.country-prairiedogs.fr).
    Das
    Schlußlicht war eine 7köpfige regionale Band mit Schlagzeug, Solo-
    und Rhythmusgitarre, Bass, Pedalsteel, Orgel und einer sehr guten
    Leadsängerin. Sie brachten feine Countrymusic. Offensichtlich waren
    sie Lokalfavoriten, denn obwohl an allen drei Tagen immer fleißig
    getanzt worden war, bei dieser Band war der Tanzboden so voll wie
    sonst nicht. In den Umbaupausen waren immer kleine Workshops von den
    >Rhythm’n
    Boots Country Dancers<

    und den
    >Rhythm’n
    Boots & Co<
    für
    die Linedancer abgehalten worden. Doch für mich als >Tua nia
    Tänzer< war das eher was zum Ansehen.
Zusammenfassend stelle ich
fest, dass diese Veranstaltung musikalisch für mich sehr hochwertig
gewesen ist, auch wenn nicht alles meinen Geschmack getroffen hatte.
Aber das Fest ist sicher wieder eine Reise wert.
Text
Franz Kölbl, Co-Autor Elisabeth Kölbl für Country Music News
International
Fotos: copyright Franz
Kölbl

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